Mittwoch, 28. Oktober 2015

Ein Jahr drin...

Tja, nun wohnen wir schon seit über einem Jahr in dem neuen Haus. Nach einem Jahr kann man sich ruhig ein paar Fragen stellen. Man hat ja schon einiges im neuen Reich erlebt.

Sind wir zufrieden mit unserer Entscheidung ein Haus zu bauen? 
In jedem Fall. Das kann man gar nicht mit genug Ausrufezeichen versehen. Von unseren ehemaligen Nachbarn weg zu sein ist noch immer ein große Segen. Und unsere neuen Nachbarn sind alle super. Selbst wenn sie es nicht wären, könnten wir in unserem Haus machen was wir wollen. Wenn wir nachts um 2 die Musik aufreißen wollen, dann machen wir das einfach. Man hat die Möglichkeit die Sonne im Garten zu genießen, hat ordentlich Platz für Besuch, insbesondere zum Grillen, kann mit den Kindern im Garten spielen...
Jede Familie, die die Möglichkeit hat, sollte diese auch versuchen möglich zu machen.
Wir haben ein ordentliches Plus an Lebensqualität - und das täuscht sogar darüber hinweg, dass wir dieses Jahr keinen richtigen Urlaub hatten.

Würden das Haus wieder so bauen?Das ist ja auch immer eine Geldfrage. Generell sind wir sehr zufrieden mit dem Haus. Nach einem Jahr in unserem Eigenheim fällt einem dennoch das ein oder andere auf. So hat die Frau des Hauses noch immer nicht ganz damit abgeschlossen, dass wir im Erdgeschoss kein weiteres Zimmer zur Verfügung stehen haben. Und das Badezimmer ist trotz seiner Größe, vom Aufbau her sehr schlicht gehalten. Und mehr Platz kann man immer gebrauchen, wenn man sich erst Mal daran gewöhnt hat.

Aber uns fehlt nichts. Wir haben aktuell ausreichend Platz für alles. Sollten wir mal 2 Kinder haben wird es an der ein oder anderen Stelle eng. Wohin mit dem Computer? Wohin mit dem übergroßen Kaninchenkäfig? Alles eher Luxusprobleme... aber die Frage wird man sich stellen müssen.

Sinnvoll wäre tatsächlich ein drittes Zimmer gewesen. Und sei es als Büro für mögliche Heimarbeit oder Selbstständigkeit. War im Grundriss aber nicht vorgesehen und wäre mit unserem Budget bei Viebrock schwierig geworden. Aber es heißt ja so schön: Man baut nicht nur ein Mal. So eilig haben wir es aber nicht.

Wir finden aber das Viebrock Maxime 400 schon ziemlich gut...

Würden wir wieder mit Fa. Kähler und Viebrockhaus bauen?
Vielleicht, aber in jedem Fall mit anderem Auge.
Die Kommunikation, Bauzeit, die technische Ausführung und alles andere ist durchaus positiv zu bewerten. Wir hatten zwar viel Stress, weil der Zeitplan so eng war, aber es hat sich am Ende gelohnt. Wenn wir noch mal bauen würden, käme Fa. Kähler, bzw. Viebrock definitiv als Partner in Frage. Wenngleich wir uns sicher sind, dass es der einzige Fertighausanbieter ist, den wir überhaupt näher betrachten würden. Wir können uns nicht vorstellen, dass wir da an anderer Stelle besser beraten wären.
Wir haben aber durchaus einiges dazu gelernt. Wir würden die Bauphase weniger mit der rosa-roten Brille verfolgen und bei dem ein oder anderen Gewerk besser aufpassen und schon früher kritisch bewerten. Im Nachgang ist das doch immer schwer. Wenn der Viebrock-Plan erst Mal durchgelaufen ist, ist er auch schnell außer Reichweite. Auch wenn wir uns über nachträgliche Bearbeitung von Problemen nicht beschweren können, ist es doch etwas anderes.

Es ist aber ebenso möglich, dass wir uns einen externen Bauleiter organisieren würden, um dann die einzelnen Gewerke selbst zu vergeben. Wir selbst wissen nun im groben, worauf es ankommt und was wir benötigen und wir haben genug Know-How im Bekanntenkreis, um das zu stemmen. Wahrscheinlich bekommt man da mit etwas mehr Einsatz auch mehr Haus fürs gleiche Geld.

Sind wir fertig? 
Noch lange nicht. Es fehlt noch immer ein Teil vom Garten, wir haben noch keinen Carport und so ein Haus mit Außenbereich macht generell viel Arbeit. Es gibt immer mal wieder etwas zu tun.

Gibt es noch Probleme?
Abgesehen von dem Fassaden- und Fensterproblem, welches in vergangenen Beiträgen beschrieben haben, nicht wirklich viele.

Ein Geruchsverschluss im Gäste-WC war kaputt, eine Fliese im Badezimmer ist zwischen der Dusche und dem Vorsprung für das Waschbecken gerissen und wir haben ein paar Setzrisse in den Dachschrägen, an den Stellen wo das Dach auf die Mauer trifft.

Zudem lässt sich eine Terrassentür (glücklicherweise eine derer die ausgetauscht werden sollen) nicht mehr gut schließen.

Gibt es Hilfe?
Aber sicher! Inzwischen gibt es ein ordentliches Netzwerk aus Hausbau-Bloggern, die von ihren Erfahrungen berichten. So wie wir von anderen Hausbaublogs inspiriert worden sind, haben wir auch positives Feedback von anderen Erhalten.
Inzwischen gibt es eine Facebook-Gruppe für Viebrock-Bauherren:
https://www.facebook.com/groups/1635569683366465/

Dort ist selbstverständlich jeder herzlich willkommen. Insbesondere dann, wenn er vor der Entscheidung steht ein Viebrock-Haus zu bauen bzw. sich mitten in der Bauphase befindet.

Dort gibt es einige engagierte Menschen, die bereit sind, die Fragen zu beantworten.

Ansonsten betreiben wir diesen Blog auch weiterhin. Zwar sind wir nicht mehr so aktiv, aber so vieles gibt es auch nicht zu berichten.

In diesem Sinne: Auf ein weiteres Jahr =)

Kommentare:

  1. Prima Blogpost. Vielen Dank, dass Ihr Eure Erfahrungen teilt!

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  2. Liebe René,
    Herzlichen Dank, dass ihr euch Zeit nimmt, um mit uns eure Erfahrungen zu teilen. Ich und mein Freund sind genauso wie euch - wenn wir uns einen Mixer kaufen wollen, dann recherchieren wir im Internet das Thema, bis wir uns einen guten Überblick über die wichtigsten Kriterien verschafft haben. Uns ist das Geld (bei solchen kleineren Entscheidungen) nicht so wichtig. Wir wollen aber nicht, dass wir etwas kaufen, was wir in 3 Wochen wegwerfen sollen. Das entspricht unserem nachhaltigen Lebensstil nicht und das versuchen wir immer zu vermeiden.

    Als wir uns eine Wohnung kaufen wollten, dauerte die Recherche ziemlich lang. Wir haben mit vielen Freunden gesprochen, die in den letzten 5 bis 10 Jahren eine Immobilie gekauft haben. Wir haben auch sehr viele Blogs wie euren gelesen. Nachdem wir die Liste mit Bauträgern deutlich gekürzt haben, kontaktierten wir zwei Firmen. Obwohl die Preise relativ ähnlich waren, ist es uns aufgefallen, dass die eine Firma ( demos.de/portal/web/demos/Home.aspx ) unsere Wünsche und unsere Meinungen viel mehr berücksichtigte. Das hat viel zu einem engen und harmonischen Verhältnis zwischen uns beigetragen und das war auch der Grund, warum wir uns im Endeffekt für diese Firma entschieden haben. Was ich damit sagen will ist, dass oft Kleinigkeiten entscheidend sind. Wie ernst der Bauträger dein Projekt und deine Wünsche nimmt, ist determinativ dafür, wie ähnlich das Haus am Ende eurem Traumhaus sein wird.

    Liebe Grüße,
    Daisy

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